F.A.Q

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist eine LEADER-Region?

Eine LEADER-Region ist ein geografisches Gebiet, dessen Kommunen sich gemeinsam erfolgreich um die Anerkennung als LEADER-Region im Rahmen des EU-Förderprogramms LEADER mithilfe eines Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) beworben haben. Innerhalb dieses Gebiets werden Vorhaben unterstützt, welche die ländliche Entwicklung der Region stärken.

Ab dem Zeitpunkt, an dem der vollständige Antrag sowohl im Original per Post als auch digital per E-Mail bei dem zuständigen ArL (ArL Leine-Weser) eingegangen ist, dauert die Bearbeitungszeit i. d. R. etwa zwei Monate. Sie sollten also innerhalb von acht Wochen eine Rückmeldung über den Bewilligungsstatus bzw. Nachfragen erhalten.

„Projektanträge sind beim zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser spätestens 5 Monate nach positivem LAG-Beschluss einzureichen und können für eine erste Prüfung vorab dem Regionalmanagement vorgelegt werden“ (REK  01.Fortschreibung 2023: 93). 

Dies wurde aus folgendem Grund festgelegt: Ab dem positivem Beschluss durch die LAG sind die für die entsprechende Maßnahme benötigten Fördermittel reserviert. Sollte der Fall eintreten, dass sich die Einreichung des Fördermittelantrags stark verzögert, werden die reservierten Fördermittel ggf. nach der Ablaufzeit von 5 Monaten wieder freigegeben, sodass andere Projekte auf den Weg gebracht werden können. In diesem Fall muss das Projekt neu beschlossen werden. Bis Ende 2025 muss mindestens die Hälfte des LEADER-Budgets gebunden sein, da ansonsten ein Teil des Budgets verfällt. Gebunden heißt „durch das ArL bewilligt“ und nicht nur durch die LAG beschlossen.

Ab Bewilligungsbescheid gilt eine Frist zunächst bis zum Ende des selbst definierten Umsetzungszeitraums oder maximal von zwei EU-Haushaltsjahren (n+2) um die Projekte umzusetzen. Innerhalb dieser Frist müssen die Maßnahmenumsetzungsbelege beim ArL eingegangen sein, sodass die bewilligten Mittel ausgezahlt werden können.

LEADER-Projekte nutzen häufig mehrere Fördertöpfe, so dass auch Drittmittel zum Tragen kommen. Unter Drittmittel werden i. d. R. finanzielle Mittel außerhalb der öffentlichen Kofinanzierung (Stiftungen, Bund oder Land etc.) verstanden. „Ob die Drittmittel, die über die erforderliche öffentliche Kofinanzierung hinausgehen, von den zuwendungsfähigen Kosten abgezogen werden, entscheidet das zuständige Amt für regionale Landesentwicklung in einer Einzelfallprüfung“ (REK 2023: S.88).  Eine Doppelförderung aus EU-Fördertöpfen ist grundsätzlich nicht möglich.

LEADER unterstützt eine Vielzahl von Projekten, darunter infrastrukturelle Maßnahmen, soziale Innovationen, Umweltschutzprojekte, kulturelle Initiativen und (land-) wirtschaftliche Entwicklungsprojekte. Der Fokus der LEADER-Region Aue-Wulbeck liegt auf den durch die LAG festgelegten Handlungsfeldern:

HF1: Ländlicher Tourismus, Naherholung, Freizeit und Kultur
HF2: Klimafreundliche Mobilität und (Nah-) Versorgung
HF3: Natur, Landschaft und Gewässer sowie Land- und Forstwirtschaft
HF4: Dorfentwicklung und Baukultur sowie Ehrenamt & Soziales
HF5: Wirtschaft, Handwerk und Arbeitsmarkt

Querschnittsthemen in allen Handlungsfeldern sind:

QHF1: Digitalisierung
QHF2: Generationengerechtigkeit
QHF3: Klimaschutz

 

Grundsätzlich ja. Private Unternehmen können sich ebenfalls für LEADER-Fördermittel bewerben, vorausgesetzt, ihre Projekte tragen zur ländlichen Entwicklung bei und erfüllen die Programmkriterien des Regionalen Entwicklungskonzeptes.